HISTORY

oder von Nothern Linie zum Wolfpack


Begonnen hat alles 1994 als wir (Jutta & Dirk - die "Erstbesitzer") in eine "ländliche" Umgebung in Essen gezogen sind. Da wir nun relativ viel Wald und Wiesen um uns herum hatten dachten wir daran einen Hund anzuschaffen. Völlig unbedarft und ahnungslos sind wir zu einem Hundevermehrer (ich weigere mich heute ihn Züchter zu nennen) nach Emden gefahren. Es sollte also nach unserem Beschluß ein Bearded Collie sein.

Als wir dort eintrafen waren bereits die Bearded Collies "ausverkauft". Was nun? Wir entschieden uns dann aus Mitleid für eine 3 Monate alte, sehr kranke Sibirien Husky Dame. Natürlich wußten wir nichts über Husky´s; aber Luna war nun bei uns.

In den nächsten Monaten wurde Luna von uns und einem Tierarzt wieder aufgepäppelt. Da wir uns nunmehr mit Büchern über unsere neue Hausgenossin ausgestattet hatten, wußten wir so einigermaßen, was auf uns zukommt. Zerfetzte Kissen, angenagte Schränke, kaputte Schuhe usw. waren der Preis den wir für unsere Unerfahrenheit zu zahlen hatten.

Luna entwickelte sich prächtig und mit der Erziehung ging es auch sehr gut voran. Ein Hund bleibt aber nicht gern allein; Platz und Zeit war vorhanden und es stand schon damals für uns fest das Nordische für uns die richtigen Hunde sind.. Also bekam Luna "Verstärkung". Diesmal natürlich aus dem Tierheim. Zufällig hatte das Tierheim Düsseldorf eine ungefähr gleich alte ausgesetzte Sibirien Husky Hündin momentan zur Vermittlung. So kam Pandorra zu uns.

2 Jahre später:

Der Kilometerstand des Fahrrades wurde immer höher, die Trekking-Schuhe mußten des öfteren ausgetauscht werden und es stand ein Umzug in ein eigenes Haus nach Brilon ins Sauerland an. Nachdem wir uns alle dort gut eingelebt hatten und  jetzt relativ viel Platz zur Verfügung stand (ca. 3000²), beschlossen wir einem weiteren Hund ein neues Heim zu geben.

Diesmal nahmen wir Kontakt mit Nordische Hunde in Not auf. Und siehe da, die Vorsehung bedachte uns mit genau dem zu uns passenden Hund. Ein kerngesunder, vermeintlich 5 Monate alter Alaska Malamute Rüde. Der All - Stars Rudelfuehrer Odin kam zu uns.

Da bei Luna und Pandorra genau zum Einzug von Odin die Hitze anstand und wir die beiden nicht noch zusätzlich mit einer Sterilisation belasten wollten. befragten wir 2 Tierärzte ob Odin denn schon zeugungsfähig sei. "In dem Alter? Natürlich nicht!" Selbstverständlich hört man auf den Rat von Tierärzten und was war? 3 Wochen später waren Luna und Pandorra trächtig.(Was wir zu dem Zeitpunkt natürlich nicht ahnten) Plötzlich hasten sich die beiden bis aufs Blut und wir wußten nicht warum. Es kam soweit, das wir die beiden trennen mußten.

Noch nie ist uns etwas so schwer gefallen als Pandorra abzugeben. Hier kommt nun Karel ins Spiel. Die beiden waren sofort ein Herz und eine Seele. Uns war klar das sie hier ein gutes zu Hause bekommen Würde. Langsam bekamen wir jetzt aber mit, das die Hündinnen schwanger waren. Sofort war uns klar warum plötzlich diese Feindschaft herrschte.

Luna´s Wurf bestand aus 3 riesigen Welpen von denen einer leider sofort starb. Pandorra hat 3 Tage später geworfen und ist dabei leider selbst gestorben. Nun stand Karel mit 6 Welpen ohne Mutter da. Zusammen schmiedeten wir den Plan die 6 hungrigen Mäuler Luna "unterzuschieben". Gesagt, getan. In einer Nacht und Nebel Aktion hatte Luna in Ihrer Wurfkiste anstatt 2 nun 8 Welpen. Und dieses klasse Mädchen hat alle groß bekommen.

Nach 5 Wochen war Luna´s Gesundheit trotz Vitaminspritzen und extrem starken Futter sehr angegriffen, so das wir gezwungen waren alle Welpen zu entwöhnen. Erschwerend kam noch hinzu, das die Kleinen es mittlerweile schafften aus Ihrer Wurfkiste zu kommen. Folge: Das gesamte Zimmer mußte von Grund auf renoviert werden :-). Also ging es ab nach draußen in den Freilauf (mittlerweile waren rund 700qm² für die Hunde reserviert); es war Sommer und die Welpen entwickelten sich prächtig.

Insgesamt waren nun bei uns: Luna und Odin die Welpen: Mephisto, Kira, Andromeda, Medusa, Räuber, Wolf, Shiva, Wotan. Karel wollte auf jeden Fall Wolf und Räuber bei sich haben. Shiva, Wotan und Medusa kamen zu guten Leuten aus der Umgebung.

2 Jahre später

Medusa wurde ein Scheidungsopfer und kam zu uns zurück; aber nicht alleine. Hades, ein äußerst lebendiger Sibirien Husky Rüde mit Palomino Zeichnung kam direkt mit zu uns. Hier zeigte sich nun die Qualität von Odin. Nachdem er ihm nur einmal gezeigt hat wer der Chef im Freilauf ist, hat er Hades sofort in das Rudel integriert.

Seit diesem Zeitpunkt leben wir mit unseren 7 Nordischen Hunden ohne größere Schwierigkeiten. Mittlerweile ist der Freilauf auf ca. 2500qm² erweitert, ein Trainingswagen hat das Fahrrad ersetzt und alle außer Odin sind kastriert.

September 2003 // GROSSE VERÄNDERUNG //

eigentlich beginnt dieser teil der Geschichte schon im August.

wir, meine Frau Karin und ich (Sven) haben uns beim husky-projekt-hesborn des martinswerk dorlar als Erzieher für lernbehinderte und schwererziehbare Kinder beworben. wir bekamen die Einladung dort ende August 3 tage zu hospitieren die wir gerne annahmen. kurze zeit später auch die Anstellung, und so zogen wir von Berlin nach Hesborn.

nun ist es so, das die Mitarbeiter in einem Huskyprojekt auch Husky brauchen. und so erhielten wir von der Päd.Leiterin des Martinswerk ein fax, das es in Brilon Hunde gäbe die wegen Krankheit des Besitzers dringend ein neues Zuhause suchen. wir riefen an und erfuhren das Jutta mit zwei der 7 auf dem weg nach Stuttgart ins Tierheim ist, ein Hund in der Verwandtschaft untergekommen ist, und ein Hund wohl bleiben soll. es ging also um 3 rüden...

nun wir fackelten nicht lange und fuhren hin... Dirk begrüßte uns auf seinen Gehhilfen im Hof die Hunde konnten wir nur hören da sie einen riesigen Lärm machten... nach kurzem Gespräch beschloß ich mal zu den Hunden rein zugehen, und da war es passiert. Odin sprang auf Luna´s Hütte und schmuste sofort mit mir, auch Hades und Luna kamen mal zum kraulen vorbei. nur Mephisto war sehr zurückhaltend und kniff mal hier mal da von hinten.... auch Karin kam nun rein und erlebte das gleiche... wir schauten uns an, und uns war klar, die nehmen wir... nun folgte noch ein Gespräch mit Dirk in dessen verlauf nun auch Jutta mit ihrer Freundin aus Stuttgart zurück kamen. es wurde ein langes Gespräch mit dem Ergebnis das wir auch Luna zwei Woche später inkl. Hütten, Gehegezaun und Zubehör abholten.

nun leben die Hunde mit uns in Hesborn in einem 450m² Gehege mit 160m² Haus, haben jeden Tag um 16 Uhr ihre Hunderunde von 5 - 35 km, Training und nehmen an Schlittenhundtouren des Dslt teil.

auch die unentdeckten weh wehchen der Hunde (Jutta und Dirk haben sich da auf einen sehr seltsamen Tierarzt verlassen) sind nun bei Frau Dr. Grabenbauer in Medebach in den besten Händen und die Hunde wieder ein wenig gesunder. Luna hat den Krebs in ihrem Bein besiegt und gegen ihre chronische Blasenentzündung bekommt sie nun täglich ihre Tabletten. auch Hades seine Nase (angeblicher Gendefekt) hat nun die richtigen Medizin in Form von Vitaminpulver fürs Futter und eine Fettcreme.

Jutta und Dirk nehmen immer noch durch berichte und Fotos am Leben der Hunde teil und aus im August fremden, sind nach meiner Meinung recht gute freunde geworden. wir werden hier alles weitere berichten, in welcher Form steht aber noch nicht fest.

ODYSSEE

Dez 2003: wir müssen umziehen, und so packen wir am 24.12. unsere Sachen und fahren mit ihnen und den Hunden zum Weihnachten feiern in den Westerwald. Von dort geht es dann zu unserem vorläufigen Zuhause nach Neukirchern bei Eisenach.

von dort aus organisierten wir dann unsere Haus Suche rund um Korbach in Nord Hessen und fanden auch ein Haus in Twiste

.

dort zogen wir zum 1.3.2004 ein und leider durch erneuten Arbeitgeber Wechsel zum 30.9.2004 wieder aus.

nun wohnten wir seit dem 1.10.2004 im Edertal

auch wir mußten schon einiges an Lehrgeld zahlen. da wir die Hunde wieder ans Haus gewöhnt hatten, jaulten sie unablässig sobald wir sie mal aussperrten. leisen wir sie ins Haus war alles Ok - bis wir sie mal allein lassen mußten: Schadensbericht-- zwei Bettdecken inkl. bezug, mehrere Kopfkissen, div. elektrische Geräte z.B. Fernbedienungen und Telefone, Stofftiere.

auch lernten wir eindrucksvoll das unsere Hunde Raubtiere sind: mehrere Katzen und Igel sind ihnen zum Opfer gefallen. Ergebnis ist: wir lassen sie nicht allein und das Gehege ist nun auch Kleintier sicher in jede Richtung.

Freitag der 13 - Mai 2005 wir haben einen Neuzugang, Apollo ein 8 jähriger Huskyrüde mit Papiere. wir haben ihn der Friedens willen, kastrieren lassen. trotzdem hat er sich mit Odin angelegt - was ja nicht schlimm wäre wenn nicht Hades Odin dabei von hinten angefallen hätte. nun hat Odin zwei Verletzungen - aber seinen rang hat er behauptet auch gegen zwei aufständische.

Januar 2006.

wir sind nun schon wieder umgezogen. Dieses mal in ein kleines Haus nur für uns in Haina / Dodenhausen. Keine Dienstwohnung mehr! Keine fremden Kinder mehr bei uns. Das bedeutet aber auch, alles neu aufbauen. Gehege für die Hunde, Schlafplätze usw. Auch gibt es hier neue Regeln, was das Training mit den Hunden angeht. Hier brauch ich Genehmigungen von den umliegenden Forstämtern, evtl. muß ich dafür bezahlen. Ich bzw. wir hoffen, das wir diese Genehmigungen bekommen.

Aber das wichtigste ist, die Hunde fühlen sich wohl, die Menschen hier im Dorf sind alle sehr nett, wir sind von allen freundlich aufgenommen worden.

Hoffen wir wie üblich, das es für die nächsten Jahre der letzte Umzug war.

Wir hoffen, das diese Geschichte interessant war. Wir stehen Ihnen für jegliche Frage zu Nordischen gerne zur Verfügung um so vielleicht manche Fehler die wir gemacht haben bei anderen zum Wohle der Hunde zu vermeiden. Schreiben Sie uns einfach eine Mail, wir antworten garantiert.